****** 4.0/6 aus 2 Stimmen

Star Wars: Episode III - Revenge of the Sith (2005)


Schauspieler: Ewan McGregor, Natalie Portman, Hayden Christensen, Samuel L. Jackson, Christopher Lee


Regie: George Lucas


Land: USA


Genre: Action, Adventure, Fantasy, Sci-Fi


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Star Wars: Episode III - Die Rache der Sith

Nachdem in den ersten beiden Teilen unmissverständlich klar geworden ist dass Anakin Skywalker (Hayden Christensen) bald zur dunklen Seite der Macht überlaufen wird, erfährt der Zuschauer im dritten Teil der Saga endlich im Detail wie aus Anakin Darth Vader wurde. Der Krieg aus Angriff der Klonkrieger ist noch im vollen Gange und auf den diversen Schlachtfeldern der Galaxis bekämpfen sich immer noch die Klonkrieger der Republik die Droidenarmee der Separatisten. Letztere werden zu Beginn noch von Count Dooku (Christopher Lee) angeführt der für die jüngste Entführung des Kanzler Palpatine (Ian McDiarmid) verantwortlich ist. Aus diesem Grund sind ihm Obi-Wan Kenobi (Ewan McGregor) und sein Schüler Anakin dicht auf den Fersen. Im folgenden Laserschwertkampf, bei dem Obi-Wan von Dooku außer Gefecht gesetzt wird, richtet Anakin auf Drängen des entführten Kanzlers den Sith-Schüler auf grauenvolle Weise hin. Die Rache scheint für Anakin perfekt zu sein, denn schließlich war es Count Dooku der ihm bei ihrer letzten Begegnung die Hand abgehackt hat.
Zurück auf Coruscant gibt es für die Jedis allerdings nicht viel zu feiern. Ihr Einfluss wird von Tag zu Tag geringer und Kanzler Palpatine scheint lieber darauf bedacht zu sein seine rechtlichen Befugnisse auszubauen als diplomatische Beziehungen zu pflegen. Somit ist erstmal kein Ende des Krieges in Sicht sondern im Gegenteil, dem Kanzler der bröckelnden Republik werden Sondermachten zugesprochen um die derzeitige Krise endlich zu überwinden.
Der junge Skywalker hat inzwischen im Geheimen seine Geliebte Senatorin Amidala Padmé (Natalie Portman) geheiratet die nun auch noch von Ani schwanger ist. Unter den Jedis gilt er zwar immer noch als der Auserwählte der die Machtbalance herbeiführen wird, allerdings ist er wie schon damals, nicht ganz unumstritten. Vor allem Meister Mace (Samuel L. Jackson) und Meister Yoda (gesprochen von Frank Oz) stehen dem Padawan sehr skeptisch gegenüber da sie in ihm große Wut und Zorn spüren und so wird er zwar bald in den Jedi-Rat gerufen allerdings wird ihm sein Meistertitel verwehrt. Anakin der sich für einen der besten Jedi-Ritter hält findet dies eine bodenlose Frechheit und flüchtet in die offenen Armee von Kanzler und Freund Palpatine der ihn einreden will die Jedis stecken hinter einer Verschwörung gegen die Republik.
Dieses Wechselbad der Gefühle und das ständige hin und her zwischen Kanzler und Jedi-Rat verunsichert Anakain mehr und mehr und als er eines Nachts eine furchtbare Vision hat in der seine Padmé stirbt scheint er endgültig daran interessiert zu sein die dunkle Seite der Macht zu beschreiten. Zuvor hatte ihn der Kanzler noch erzählt welche Macht die Sith eigentlich hätten und deshalb ist für ihn nun klar dass nur die dunkle Seite in der Lage ist seine Frau vor dem Tod zu schützen.
Es ist also eine Zeit der Intrigen und Machtspiele und Anakain Skywalker scheint der Mittelpunkt zu sein. Während nun Obi-Wan den neuen Droiden-Anführer General Grievous hinterher jagt versucht der Jedi-Rat über Anakin die dubiosen Machenschaften des Kanzlers aufzudecken. Schließlich wird dieser die Maske fallen lassen und sich als der gefürchtete Lord Sidious präsentieren der über die Jahre hinweg eine perfekt geplante, politische Unterwanderung hinter sich hat. Zwar gelingt es Mace ihn fast im Schwerkampf zu besiegen doch in diesem Moment vollbringt Anakin den letzten Schritt um überzulaufen und erledigt den Jedi-Meister.
Mit den wohl mächtigsten Jedi den es je gab und den Sondermachten als Kanzler scheint Lord Sidious nichts mehr im Wege zu stehen und so ruft er im Senat das erste galaktische Imperium aus. Die Republik und somit die Demokratie sind also zum Untergang verdammt…
Der letzte Teil der neuen Trilogie schließt endgültig die Lücken die es braucht um die Saga in sich logisch erscheinen zu lassen. Wie bereits im zweiten Teil war ich weniger von Haydens schauspielerischer Performance begeistert aber spätestens gegen Ende sobald er auch physisch zum weltbekannten Darth Vader wird lief es mir eiskalt über den Rücken. Einzeln betrachtet finde ich diese Episode der Trilogie am ausgewogensten. Es gibt genug Actionszenen, Schwerkämpfe und natürlich jede Menge Hingucker aber auch die ruhigeren Momente, die den Charakteren mehr Tiefe verleihen sollen, passen hier sehr gut. Begleitet wie immer vom superben Theme von John Williams empfand ich Die Rache der Sith am ehesten als klassischen Star Wars-Film. Gegen Ende der 140 Minuten Laufzeit wenn man gemeinsam mit Darth Vader und Lord Sidious die Bauarbeiten am Todesstern betrachtet wünscht man sich noch mehr Abenteuer in der fernen Galaxis. Storymäßig gesehen stellt dies natürlich kein Problem dar: man braucht dazu lediglich die alte Trilogie in den DVD-Player einschieben und schon gehts weiter.

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