
Wall-E - Der letzte räumt die Erde auf (2008)
Schauspieler: Fred Willard, Ben Burtt
Regie: Andrew Stanton
Land: USA
Genre: Animation
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Ich will auch einen Wall-E!
Der Film hat mich auf verschiedene Weisen fasziniert. 1. Eeewig lange Sequenzen ohne Worte - und trotzdem nie langweilig. 2. Wall-E ist sooooooooo süüüüß ;-) 3. der kritische Blick auf die Gesellschaft.
Ich fand's sehenswert, einer der besten Pixar-Filme!
Rezension von popcörnchen auf OpenCritics
Wall-E - Der letzte räumt die Erde auf
Ich war schon immer begeistert von den Animationsfilmen von den Pixar Animation-Studios und auch diesmal wurde ich nicht enttäuscht. In ca. 100 Minuten dürfen Jung und Alt den sympathischen Roboter namens Wall-E begleiten.
Dieser, so scheint es jedenfalls anfangs, ist der letzte Überlebende einer von Müll und Verschmutzung dahinvegetierten Welt. Es wird schnell klar um welchen Ort es sich handelt, nämlich um unseren Heimatplaneten auch bekannt als die Erde. Wall-E ist ein durch Solar-Energie betriebener Putzroboter, d.h. seine Spezialität besteht darin aus herumliegenden Müll, perfekt geformte Quader zu pressen. Mit diesen wiederum baut er Gebäude die stark an den einst von Menschen geschaffenen Wolkenkratzer erinnern. Nach getaner Arbeit kehrt er in seiner Behausung zurück wo er seinen Hobbys nachgeht. Der Roboter sammelt nämlich interessante Gegenstände die er während seiner Arbeit findet. Am liebsten sieht er sich aber eine alte VHS-Kassette an auf der Menschen zu sehen sind die tanzen und fröhlich sind.
Als eines Tages ein seltsamer, roter Punkt die Aufmerksamkeit von Wall-E auf sich zieht, soll sich sein Alltag jedoch schlagartig ändern. Dort wo der rote Punkt hinzeigt landet nämlich ein riesengroßes Raumschiff aus dem eine mysteriöse, roboterähnliche, weiße Sonde aussteigt. Anfangs freut sich Wall-E darüber, dass er endlich einen Freund gefunden hat, doch der Neue scheint nicht sonderlich begeistert über dessen Anwesenheit zu sein und antwortet sofort mit Lasergeschossen.
Der Eindringling nennt sich Eve und verfolgt anscheinend ein ganz, präzises Ziel. Als Wall-E dahinter kommt was der moderne Roboter sucht bringt er Eve trotz der drohenden Gefahr zu seinem Unterschlupf und übergibt ihr eine grüne Pflanze die er einst unter dem ganzen Schrott bergen konnte. Daraufhin verwandelt sich Eve aber in eine Art Kokon und es macht den Eindruck als ob die Sonde in eine Art Tiefschlaf gefallen sei. Wall-E will natürlich seinen neugewonnenen Freund nicht so leichtfertig verlieren und gibt deshalb die Hoffnung nicht auf.
Eines Tages erscheint wieder der seltsame rote Punkt und Wall-E, der voller Hoffnung ist, bringt Eve in die Nähe der Markierung. Wiederum erscheint ein großes Raumschiff, doch diesmal verlässt es niemand, sondern Eve wird ins Innere gezogen. Irgendwie schafft es Wall-E sich am Spaceshuttle festzuhalten und fliegt mit ins unendliche All. Es stellt sich heraus, dass es sich um ein von Menschen bewohntes Luxus-Kreuzfahrtschiff handelt, das bereits seit 700 Jahren im Universum unterwegs ist und nach einen neuen bewohnbaren Planteten sucht, da ja die Erde durch Verschmutzung zerstört wurde. Robotersonden wie Eve sollten dazu dienen nach Leben zu suchen und da ihr dies nun gelungen ist, will der Kapitän des Schiffes sofort Kurs auf die Erde nehmen, doch ein bösartiger Roboter will dies um jeden Preis verhindern.
Die Menschen auf dem Schiff leben in einen totalen Konsumrausch, bewegen sich nicht mehr eigenständig fort und auch das Denken und Beobachten überlassen sie lieber Maschinen. Gegessen wird nur mehr aus Strohhalmen, das ist effizienter und man braucht nicht mehr zu kauen. Dies hatte zur Folge dass die Menschen zwar 700 Jahre überleben konnten allerdings immer fetter und unbeweglicher wurden. Nun wo die bösen Roboter eine Übernahme verhindern wollen, scheint sich die Faulheit der Menschen zu deren größten Problem zu entwickeln: sie sind nicht in der Lage ihre Fettärsche aufzuraffen und die Geräte abzuschalten.
Wall-E ist ein modernes Märchen das durch eine tolle Animationstechnik überzeugt und auch interessante, kritische Elemente enthält. Die deutlich überzogene, menschliche Gesellschaft bringt zwar vermutlich jeden zum lachen aber andererseits kann der Film auch ernst und das ist auch gut so finde ich. Im Mittelpunkt steht allen voran die Liebe. Niemand möchte alleine sein und so auch nicht Wall-E. Obwohl er nur ein Blechhaufen mit Raupen ist, entwickelt der Roboter so etwas wie Gefühle und Zuneigung das mich stark an die beiden Short Circuit-Streifen (aka Nummer 5 lebt!) aus den 80ern erinnerte.
Zwar suggerieren die Roboternamen, dass Wall-E männlich und Eve weiblich ist, allerdings ist es m.E. hier vollkommen irrelevant zumal ein Roboter sowieso kein Geschlecht aufweist. Es liegt also wohl im Auge des Betrachters welche Beziehung die beiden Roboter haben. Für den einen könnte es eine homogene Beziehung sein, für andere eben, wegen der bereits erwähnten Namen, eine stereotypische, heterogene Paarbeziehung. In den Augen eines Kindes bspw. könnte es auch zu einer harmlosen Freundschaft werden.
Im Prinzip geht es aber immer um das eine: wahre Liebe. Liebe zu einem anderen Wesen, die Tatsache dass Alleinsein schmerzt und schlussendlich die Einsicht, dass Gemeinschaft eine tragende Eigenschaft der Lebewesen zumindest der Menschen ist und wir ohne nicht leben können.
Rezension von film-rezensionen
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